Partielle Lungenvenenfehleinmündung

Kinderkardiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Sven Dittrich

Partielle Lungenvenenfehleinmündung

Partielle Lungenvenenfehleinmündung

Anleitung siehe Allgemeine Informationen zum Aufbau der 3D-Modelle

Dieser eher seltene Herzfehler kann sich als Totale (TAPVD) oder Partielle Lungenvenenfehleinmündung (PAPVD) präsentieren. Je nachdem welche Form es ist, handelt es sich um einen mittelschweren bis schweren Herzfehler.

Die 4 Lungenvenen transportieren normalerweise das sauerstoffgesättigte Blut von der Lunge in den linken Vorhof.

Beschreibung

Abb. 3.10.1 zum Vergrößern bitte anklicken

Bei dieser Form münden die Lungenvenen nur z.T. im linken Vorhof. Der Rest mündet, je nach Ausprägung, entweder im rechten Vorhof oder in den Hohlvenen. So wird das frische Blut unnötigerweise nochmal der Lunge zugeführt. Das rechte Herz erhält so eine deutlich höhere Menge Blut und ist dementsprechend volumenbelastet und vergrößert sich.

Abb. 3.10.2 zum Vergrößern bitte anklicken

Symptome

Die Symptomatik kann je nach Ausprägung der Volumenbelastung unterschiedlich sein. Es können eine vermehrte Infektanfälligkeit oder verringerte Belastbarkeit erkennbar sein. Bei stärkeren Symptomen bis hin zu einer Herzschwäche (Trinkschwäche, Gedeihstörung, vermehrtes Schwitzen) sollte das Kind möglichst bald operiert werden.

Therapie

Bei der operativen Korrektur wird das Blut wieder in den linken Vorhof umgeleitet. Die Operationen unterscheiden sich, je nachdem wo die Lungenvenen fehlmünden.