März 2020

Kinderkardiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Sven Dittrich

Kinderkardiologische und Kinderherzchirurgische Versorgung in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Kinderkardiologische und Kinderherzchirurgische Abteilung im Universitätsklinikum Erlangen können aktuell allen Patienten alle notwendigen medizinischen Versorgungsmaßnahmen anbieten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch motiviert, diesen hohen Versorgungsstatus auch aufrecht zu erhalten.

Aber auch wenn die Kinder nicht im Fokus der Corona-Pandemie stehen, bleiben viele Fragen offen. Wir haben noch keine detaillierte Vorstellung, ob die uns anvertrauten Patienten mit einem angeborenen Herzfehler in besonderer Weise von Covid19-Infektionen betroffen sein werden.

Die Kinder- und Jugendklinik insgesamt hat sich auf Corona infizierte Patienten vorbereitet und ihre Routinetätigkeiten auf die Hälfte zurückgefahren um aufnahmebereite Betten und Personal vorhalten zu können.

Unseren Patienten und ihren Eltern verlangen wir eine Reihe von Infektionsschutzmaßnahmen ab, die sich überhaupt gar nicht mit unseren Ideen von patientenzentrierter Familienmedizin vereinbaren lassen. Nur noch ein Elternteil darf mit dem Patienten das Krankenhaus betreten, egal ob für eine ambulante oder eine stationäre Behandlung. Auch in unserem Ronald-MacDonald-Haus und in den Elternwohnungen können wir nur noch ein Elternteil aufnehmen. Auch Elternwechsel ist im Sinne der Kontaktminimierung zum Infektionsschutz untersagt.

Außer für dringliche notwendige Eingriffe und Notfälle müssen wir für Operationen und Herzkatheter-Eingriffe die tatsächliche Durchführung von Tag zu Tag entscheiden und von der Betten- und Personalverfügbarkeit abhängig machen – bis jetzt haben wir aber viele Termine halten können.

Aufgrund des bundesweiten Intensivpflegemangels haben wir auch schon vor der Corona-Epidemie insbesondere Operationen zu oft und zu lange mit erheblichen psychologischen Belastungen für Patienten und Familien verschieben müssen. Wir hoffen nun gesund und einsatzfähig bleiben zu können, damit dieser Behandlungsstau nicht übergroß wird. Und vor allem hoffen wir, dass Covid19 unsere Patienten nicht mit kritischen Verläufen betreffen wird.

Uniklinik Erlangen als überregionales EmaH-Zentrum zertifiziert

Die ambulante und stationäre Behandlung von Erwachsenen mit einem angeborenen Herzfehler (EmaH) hat auch in Erlangen eine lange Tradition. Seit Februar 2020 ist das Universitätsklinikum Erlangen mit seinen vier beteiligten Kliniken und Abteilung nun auch ein offiziell von den Fachgesellschaften zertifiziertes überregionales EmaH-Zentrum. Für unsere Patienten bedeutet dies, dass die medizinische Versorgungsqualität und die Behandlungsstruktur von den Fachgesellschaften geprüft und anerkannt wurden.  Für uns bedeutet dies, dass wir nun verstärkt in die Ausbildung von EmaH-Kardiologen investieren können – eine Zusatzqualifikation, die sowohl Kardiologen als auch Kinderkardiologen offensteht. Unser größtes Nadelöhr in der Patientenversorgung ist aktuell die begrenzte Verfügbarkeit ambulanter Termine für EmaH-Patienten. Unser für Kinder und Jugendliche so gut funktionierendes universitäres Kompetenznetz für angeborene Herzfehler in Nordbayern hat aufgrund der kleinen Zahl von EmaH-Kardiologen in der Fläche noch erhebliche Lücken, die wir nun in den kommenden Jahren schließen wollen.

Angaben zur Terminvereinbarung für EmaH-Patienten finden Sie auf unserer Homepage.

 
Interner Bereich

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden
Anmelden

Passwort vergessen?