Ventrikelseptumdefekt

Kinderkardiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Sven Dittrich

Ventrikelseptumsdefekt

Der Kammerscheidewanddefekt oder Ventrikelseptumsdefekt (VSD) ist der Häufigste aller angeborenen Herzfehler.

Beschreibung

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Hierbei hat sich in der Herzentwicklung die Kammerscheidewand nur fehlerhaft gebildet und daraus resultieren eines oder mehrere Löcher zwischen den beiden Herzkammern. Kleine Defekte verschließen sich manchmal von alleine und bedürfen nur Kontrollen. Gibt es mehrere Löcher oder sind diese groß, so kommt es jedoch zu einem starken Blutfluss von links nach rechts. Durch die vermehrte Volumenbelastung vergrößert sich das Herz, die Druckverhältnisse ändern sich und durch die Lunge fließt zu viel Blut. 

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Symptome

Kleinere Defekte fallen durch ein Herzgeräusch bei den Standarduntersuchungen nach der Geburt auf. Größere Defekte fallen zudem meist innerhalb der ersten Lebensmonate durch Trinkschwäche oder Gedeihstörung, beschleunigte oder angestrengte Atmung, häufiges und/oder starkes Schwitzen, sowie häufige Infektionen der Atemwege auf.

Unbehandelt kann dieser Herzfehler zu einem Bluthochdruck in den Lungengefäßen führen, da sich diese durch die Mehrarbeit und Überlastung durch das vermehrte Blut, unumkehrbar verändern.

Therapie

Kleinere Defekte werden lediglich beobachtet.

Größere Defekte müssen operiert werden. Dies geschieht meistens zwischen dem 4. Und 6. Lebensmonat. Hier wird der Defekt mit einer Naht oder mithilfe eines Flickens verschlossen. Seltener lassen sich manche Defekte mit dem Herzkatheter verschließen.